Fahrzeugangebot

1973 - BMW - 3.0 CSL E9 - Coupé

Technische Daten

Motortyp: R 6 Zyl., wassergekühlt, 200 PS
Getriebe: Schaltung
Farbe Außen/Innen: Chamonix/K-Leder u. Stoff schwarz
Abmessungen: Länge: 4700, Breite: 1750, Höhe: 1450
Gesamtlaufleistung: 40 km (seit Vollrestaurierung)
Erstauslieferung: Italien
Verkaufspreis: EUR 289.000,-

BMW

Die großen Sportcoupés

Der BMW E9 war die Coupé-Variante der Baureihe E3, und wurde zwischen Dezember 1968 und Dezember 1975 bei der Firma Karmann in Osnabrück gebaut. Insgesamt entstanden 30.546 Exemplare. Das Angebot umfasste ausschließlich Sechszylindermotoren mit einem Hubraum zwischen 2,5 und 3,2l, die Motorleistung reichte von 150 bis 206 PS. Der E9 ersetzte das bis 1969 gebaute Coupé 2000 C/2000 CS der „Neuen Klasse“. Nachfolger des E9 war das 6er-Coupé der Baureihe E24.

Von 1968 bis April 1971 war ausschließlich der 2800 CS mit 2,8l Vergasermotor (170 PS) verfügbar. Insgesamt entstanden 9.399 Exemplare des 2800 CS. Im April 1971 wurde dieses Modell durch den 3.0 CS (ebenfalls mit Vergasermotor, 180 PS) ersetzt, der bis zum Produktionsstopp im Dezember 1975 10.898 mal gebaut wurde. Beide Fahrzeuge waren ebenfalls mit Automatikgetriebe lieferbar (interne Bezeichnung 2800 CSA bzw. 3.0 CSA).

Wenig später entstanden die ersten 3.0 CSL Leichtbau-Coupés in Zusammenarbeit mit Alpina als Homologationsserie für den Tourenwagensport. Diese erfuhren gegenüber dem 3.0 CS keine Leistungssteigerung, wogegen dank konsequenten Gewichtssparmassnahmen leer jedoch nur 1.165 kg und beschleunigten damit in 7,4 Sekunden von 0-100 km/h. Von diesen Fahrzeugen wurden nur 169 Exemplare gebaut.

Im Herbst 1971 wurde als weitere Modellvariante der 3.0 CSi mit Bosch D-Jetronic Benzineinspritzung eingeführt, der ansonsten baugleich mit dem 3.0 CS war. Dieses Modell hatte 200 PS, beschleunigte in 7,7 Sekunden von 0-100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Bis zum Produktionsstopp im November 1975 entstanden 8.144 Fahrzeuge.

Ab August 1972 wurde die D-Jetronic-Einspritzung auch im 3.0 CSL verbaut. Trotz gegenüber dem 3.0 CSi leicht erhöhten Hubraum (3.003 statt 2.995 cm³) leisteten diese Fahrzeuge ebenfalls 200 PS und erreichten 220 km/h, beschleunigten jedoch in nur 6,9 Sekunden von 0-100 km/h. Von diesem zweiten Produktionslauf des BMW 3.0 CSL entstanden bis August 1973 insgesamt 939 Exemplare, davon 500 mit Rechtslenkung.

Die dritte und letzte Ausbaustufe des 3.0 CSL (Juli 1973 bis November 1975) schöpfte 206 PS aus 3.153 cm³. Ihren Spitznamen "Batmobile" verdanken sie einem umfangreichen Aerodynamikpaket, insbesondere dem riesigen Heckflügel, der mangels Straßenzulassung im Kofferraum des Fahrzeugs verstaut ausgeliefert wurde.

BMW’s wirtschaftlicher Erfolg

Die Entwicklung der „Neuen Klasse“ war in finanziell unsicheren Zeiten für BMW durch Investitionen des Industriellen Herbert Quandt ermöglicht worden. Sie wurde zu einem großen Erfolg und rettete BMW aus der Krise. Die 2,0-Liter-Modellvariante 2000 erschien 1965> zunächst als Coupé (Baureihe E120) mit einer von Karmann entworfenen Karosserie. Das Coupé wurde bis 1969 produziert. Der 2000 C hatte einen 100-PS-Motor, der CS einen 120-PS-Motor. 1966 erschien der 2000 als viertürige Limousine (E121) mit gegenüber dem 1800 leicht verändertem Design.

Die Baureihe 114, auch als BMW-02-Serie bezeichnet, war ein Mittelklassefahrzeug vonBMW in den Jahren 1966 bis 1977. Die BMW 02-Serie stellte die Abrundung des BMW-Programms nach unten dar. Sie wurde aus dem BMW 1600 der „ Neuen Klasse“ abgeleitet, hatte jedoch nur zwei Türen. Die BMW 02 waren sehr erfolgreich und konnten auch dem Rennsport Impulse geben. Zudem war 1973 der BMW 2002 turbo mit 170 PS der erste in Serie hergestellte Wagen mit einem Abgasturbolader, zwei Jahre vor dem Porsche 930 Turbo.